Pyrit – Narrengold & Trauerstein

Pyritwürfel aus den Glarneralpen

Pyritwürfel aus den Glarneralpen

Golden, hochglänzend und optisch attraktiv – Pyritwürfel springen sofort ins Auge.

Pyrit erscheint meistens in der Form von Würfeln, aber auch von Pentagondodekaedern, Oktaedern und Disdodekaedern und ist sehr hart (Mohshärte von 6,5), lässt sich also gerade noch von einer Stahlfeile ritzen. Chemisch besteht es aus Eisen und Schwefel (FeS2) und gehört zur Mineralklasse der Sulfide und Sulfosalze. Ist das Mineral länger dem Sauerstoff ausgesetzt, oxidiert es und verliert dadurch seinen Glanz, wird matt. Deshalb sind Pyritwürfel aus frisch geöffneten Klüften oder aus neu abgetragenem Dolomit fast immer hochglänzend, während die mit der Erosion oberflächennah schwimmenden Exemplare meist eine matte Oberfläche aufweisen – einer Patina ähnlich, sind sie von einer braun- bis schwarzfleckigen Tönung überzogen. Liegt eine Streifung vor, weist dies auf Zwillingsbildung hin.

Pyrit mit Quarz, Binntal - Lehner Mineralien

Pyrit mit Quarz, Binntal

Wegen seiner Ähnlichkeit früher oft fälschlicherweise für Gold gehalten und deshalb auch „Narrengold“ genannt, weist sein Vorkommen immerhin fast immer auf Erzvorkommen.

Seine greifbar-physischen Verwendungszwecke reichen vom Feuerstein im Altertum bis zum Ausgangsstoff in der modernen chemischen Industrie. Darüber hinaus wird er, da optisch attraktiv, seit jeher gesammelt oder auch, insbesondere in der Zeit des „art déco“, als Schmuckstein verwendet – seiner Wirkung wegen oft als Trauerstein. Sein innerstes Prinzip ist die sanfte, befreiende Öffnung: als Heilstein soll er Erkenntnis, Kreativität und Selbstbewusstsein fördern, Ängsten und Depressionen entgegenwirken, auf der körperlichen Ebene soll er schmerzlindernd und krampflösend wirken, insbesondere Linderung verschaffen bei Durchblutungsstörungen, Hautausschlägen, Rückenproblemen und bei Rheuma. Zudem soll er die Chakren für übergeordnete Energien öffnen. In der Meditation wirkt er besonders stark auf den Solarplexus.

Pyrit, Binntal - Lehner Mineralien

Pyrit, Binntal

Pyrit ist ein weltweit häufig vorkommendes Mineral. Im Oberwallis tritt Pyrit an vielen, erstaunlich gleichmässig über das Gebiet verteilten Stellen zu Tage, und zwar sowohl im Aaregranit als auch im Bündner Schiefer: im Binntal (viele Fundstellen), im Lötschental (mehrere Fundstellen), im oberen Aeginental und im Gerental, an diversen Stellen bei Oberwald, an den Ritzhörnern (Griesgletscher), am Riederhorn, am Gibelsbach und in der Fiescher Lamma, am Fieschergletscher und am Aletschgletscher, bei Eggerberg und im Baltschiedertal, im Mattertal bei Embd, Täsch und Zermatt, beim Feegletscher, bei Mattmark im Saastal sowie im Val d’Anniviers (zahlreiche Fundstellen), im Val d’Hérens und im Val d’Illiez.

Aktuelle Angebote für Pyrit von Schweizer Fundorten bei Lehner Mineralien

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